Alle Storys
Folgen
Keine Story von Rheinische Post mehr verpassen.

Rheinische Post

Rheinische Post: Verdrängter Krieg Kommentar Von Matthias Beermann

Düsseldorf (ots)

Man verdrängt diesen Krieg, den westliche Politiker schon voreilig für beendet erklärt hatten, hierzulande am liebsten. Aber in Afghanistan herrscht noch lange kein Frieden. Dafür sorgen vor allem die Taliban, wobei das nur ein Oberbegriff für eine Vielzahl teils konkurrierender Milizen ist, die am Hindukusch um die Macht kämpfen. Mullah Achtar Mansur, der jetzt bei einem amerikanischen Drohnenangriff getötet wurde, war seit einem Jahr immerhin nominell ihr Anführer. Als solcher war Mansur verantwortlich für blutige Anschläge und vermutlich Tausende Tote, darunter auch sehr viele Zivilisten. Ihn auszuschalten, war aus militärischer Sicht ein legitimes Ziel. Ob es auch politisch klug war, ist eine andere Frage. Die Sorge, dass Mansurs Tod den Friedensprozess in Afghanistan nun noch weiter ausbremsen könnte, ist aber nicht recht nachvollziehbar. Denn in Wahrheit gibt es diesen Friedensprozess gar nicht. Eine starke Fraktion der Taliban glaubt weiter fest daran, mit Gewalt mehr erreichen zu können als mit Palaver. Und solange das so ist, geht der Krieg weiter in Afghanistan.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Rheinische Post
Weitere Storys: Rheinische Post
  • 22.05.2016 – 20:57

    Rheinische Post: Merkels heikle Mission Kommentar Von Eva Quadbeck

    Düsseldorf (ots) - Die Kanzlerin muss schon wieder in die Türkei reisen. Doch der Besuch ist riskant. Er bestätigt den Eindruck, dass sich Europa, angeführt von Deutschland, mit dem EU-Türkei-Abkommen zu stark in die Abhängigkeit des türkischen Präsidenten begeben hat. Während Erdogan sein Land in eine Präsidial-Diktatur umbaut, halten die Europäer die ...

  • 22.05.2016 – 12:27

    Rheinische Post: Steinmeier setzt auf Fortbestand des EU-Türkei-Abkommens

    Düsseldorf (ots) - Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat Zweifel am Bestand des EU-Türkei-Abkommens zurückgewiesen. "Fakt ist doch: Es gibt ein Abkommen mit beiderseitigen Verpflichtungen, und bisher halten sich alle Seiten daran", sagte Steinmeier der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe). Den Skeptikern hielt Steinmeier ...