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Rheinische Post: Kommentar: Testfahrten für Senioren

Düsseldorf (ots) - Es ist nun mal so, wie es ist. Zwei von drei Unfällen, an denen ältere Menschen beteiligt sind, gehen auf das Konto der Senioren. Gemeinsam mit den ganz Jungen stellen sie im Durchschnitt ein größeres Risiko im Straßenverkehr dar als andere Verkehrsteilnehmer. Darauf müssen die Verantwortlichen reagieren. Natürlich will niemand ein starre Altersgrenze festschreiben, ab der ein Fahrer oder eine Fahrerin den Führerschein abgeben muss. Aber Senioren sollten sich genau prüfen, ob sie den Anforderungen des heutigen Verkehrs noch gewachsen sind. Erforderlich sind auch Testfahrten - am besten mit Verwandten. Vieles könnte so innerhalb der Familien geklärt werden. Wenn ältere Menschen verantwortlich mit ihren Fähigkeiten umgehen, werden sie schwierige und langwierige Fahrten von sich aus vermeiden. Aber man muss auch über weitergehende Maßnahmen nachdenken, wenn demografiebedingt die Autofahrer immer älter werden. Das schärfste Mittel ist eine verbindliche Fahrprüfung in regelmäßigen Abständen. Sie kann aber nur der letzte Ausweg sein.

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