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Rheinische Post: Islam und Terror

Düsseldorf (ots) - Kommentar von Gregor Mayntz

Das Klima in Deutschland sei "rauer" geworden, stellt Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen mit Blick auf die von Pegida, AfD & Co. befeuerte Islam-Debatte fest. Zugleich verweist er darauf, dass die Terrorbedrohung durch den Islamischen Staat (IS) immens gewachsen ist. Noch stehen diese Befunde auf verschiedenen Seiten. Doch sie drohen zusammenzurücken. Denn nicht nur die Konflikte im Irak und in Syrien haben den IS wachsen lassen. Nicht nur die IS-Strategie, innerhalb der Terror-Konkurrenz die brutalste und entschiedenste Truppe zu sein. Das alles ließe sich mit Militär, Polizei und Aufbauhilfe früher oder später in den Griff bekommen. Verhängnisvoll wäre jedoch, wenn es dem IS gelänge, einen "Kampf der Kulturen" heraufzubeschwören, in dem der IS die Antwort auf eine pauschale Herabwürdigung einer Religion wäre. Nur differenzierter Umgang mit dem Islam einerseits, mit Islamisten und Tendenzen zu Parallelgesellschaften andererseits kann das verhindern. Sonst macht der Islam-Warner das, was sich islamistische Terroristen wünschen.

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