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Rheinische Post: Teure Rentenwünsche Kommentar Von Birgit Marschall

Düsseldorf (ots) - Angela Merkel will die Rente aus dem Wahlkampf heraushalten. Richtig so, denn im Wahlkampf würden sich die Parteien mit verheißungsvollen, teuren Angeboten an die 20 Millionen Rentner übertreffen. Aber fraglich ist, ob sich der Wunsch der Kanzlerin erfüllt. Denn CSU und SPD wollen die Rente zum Wahlkampfschlager machen. Zudem hat Merkel kein Rentenkonzept. Dies in kurzer Zeit aus dem Hut zu zaubern, dürfte schwerfallen. CSU und SPD dringen darauf, das Gebäude der erfolgreichen rot-grünen Rentenreformen einzureißen und das Rentenniveau nicht wie vorgesehen abzusenken. Doch ein um einen Prozentpunkt höheres Niveau kostet 0,5 Beitragspunkte oder sechs Milliarden Euro pro Jahr mehr. Das verschweigen sie. Im Interesse der jüngeren Generationen ist daher nur zu hoffen, dass sich die Koalition auf die Stärkung der privaten und betrieblichen Altersvorsorge konzentriert. Der Vorschlag einer "Deutschland-Rente" - einer Art gemeinnütziger Riester-Rente unter staatlichem Dach - kann zukunftsweisend sein, um mehr Menschen vor Altersarmut zu bewahren.

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