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Rheinische Post: Geisterfahrer bei VW

Düsseldorf (ots) - Wie dumm können Manager sein? Volkswagen steckt in einer existenziellen Krise, doch Vorstände wollen an ihren Boni festhalten und nur symbolische Kürzungen zulassen. Dabei sind Boni, wie der Name schon sagt, eine Vergütung für gute Leistungen. Genau die hat VW 2015 nicht abgeliefert. Zudem gehen weitsichtige Topmanager mit gutem Beispiel voran, wenn sie von Mitarbeitern und Aktionären Sparprogramme verlangen. Die VW-Manager machen das Gegenteil: Statt das Wohl des Konzerns haben sie nur ihr eigenes im Blick. Das gilt auch für Aufsichtsrats-Chef Hans Dieter Pötsch, der offenbar auf seinen Sonderzahlungen beharrt. Das zeigt erneut, dass man Pötsch und VW-Chef Matthias Müller nie das Steuer hätte überlassen dürfen. Sie sind Männer des alten Systems, das für Vertuschung und Seilschaften steht. Sie verkörpern alles andere als den Kulturwandel, den VW braucht. Anstatt sich in Demut zu kleiden, um das Vertrauen von Behörden, Kunden, Mitarbeitern zurückzugewinnen, halten sie die Taschen auf. Wann tauschen die Eigentümer die beiden Geisterfahrer aus?

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