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Rheinische Post: Kommentar
Mehr Straßen-Polizei = Von Thomas Reisener

Düsseldorf (ots) - Die Warnungen der Experten vor der trügerischen Sicherheit von Schreckschuss-, Reizgas- und Signalpistolen wirken nicht: Obwohl sie im Notfall kaum Schutz bieten und Weglaufen fast immer die bessere Alternative ist, verkauft sich das Zeug derzeit wie verrückt. Der kleine Waffenschein, der Voraussetzung für das Führen dieser Waffen-Spielzeug-Zwitter ist, suggeriert dabei eine Art Zugangskontrolle. In Wahrheit bekommen die Erlaubnis sogar Ex-Häftlinge. Das ganze Pseudowaffen-Theater hat aber trotzdem einen ernsten Hintergrund: Die stark steigende Nachfrage belegt die gewachsene Verunsicherung der Bürger in NRW. Einen Gasrevolver kauft man sich nicht zu Dekorationszwecken, sondern aus Angst. Das muss NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) ernst nehmen. Die Polizei in NRW muss wieder mehr Präsenz zeigen. Dafür muss Jäger sie von überflüssigen Bagatellaufgaben entlasten, die private Dienstleister genauso gut erledigen können. Zum Beispiel den Objektschutz, die Aufnahme von Bagatellunfällen oder die Begleitung von Schwerlasttransporten.

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