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Rheinische Post: Kommentar: Das Augenmaß fehlt

Düsseldorf (ots) - Das wohl drängendste Problem, vor dem die Städte und Gemeinden derzeit stehen, ist die Flüchtlingskrise. In vielen Fällen sind es gerade die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, die sich mit all ihrer Energie um Unterbringung und Integration der Schutzsuchenden kümmern. Arbeiten am Limit, heißt das für viele. Natürlich ist es nur richtig, dass die Beschäftigten dafür auch eine angemessene Kompensation verlangen. Allerdings ist unklar, woher das Geld für die Umsetzung einer Sechs-Prozent-Forderung kommen soll. Auch wenn die Steuereinnahmen dank der noch guten Konjunktur sprudeln, werden viele Kommunen schon jetzt von einem Schuldenberg erdrückt, der durch die Mammut-Aufgabe Flüchtlingskrise noch größer werden dürfte. Mehr Augenmaß wäre wünschenswert - zumal die Schere zur Privatwirtschaft in den vergangenen Jahre nahezu geschlossen wurde. Beide Seiten sollten jetzt Verantwortungsbewusstsein zeigen und das Thema ohne Warnstreiks schnell am Verhandlungstisch lösen, um sich schnell wieder den drängendsten Problemen zu widmen.

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