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Rheinische Post: Grenzen des Nachzugs von Angehörigen Kommentar Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - Die Flüchtlingspolitik der großen Koalition erinnert inzwischen an den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier". Darin wird die Geschichte eines Mannes erzählt, der jeden Tag die exakt gleichen Abläufe erlebt. Allerdings ist die Flüchtlingspolitik zu ernst, als dass sie zur Komödie taugt. Wenn es um die Begrenzung und Steuerung der Flüchtlingszahl in Deutschland geht, gibt es in der großen Koalition bereits ein Muster, das sich bei der Diskussion um die Transitzonen zeigte und nun offensichtlich in der Frage des Familiennachzugs wiederholt wird: In der Union macht ein Spitzenpolitiker einen steilen Vorschlag. Die SPD ist empört. Die Opposition ruft "unmenschlich". Die Union liegt im Zwist. Die Dynamik der Flüchtlingskrise sorgt am Ende dafür, dass sich die Befürworter von Begrenzungsmaßnahmen durchsetzen. Das wird auch beim Familiennachzug der Fall sein. Allerdings ist das Problem des Familiennachzugs aktuell nicht drängend. Wegen der Überlastung der Behörden können de facto aktuell kaum Angehörige geholt werden. Doch je länger die Flüchtlinge bleiben und je mehr eine Anerkennung bekommen, desto strikter wird man in dieser Frage werden müssen.

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