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Rheinische Post: Kommentar: Piëchs später Sieg

Düsseldorf (ots) - Die fast sichere Wahl von Matthias Müller zum neuen VW-Chef ist mutig: Jetzt soll also ein 62-Jähriger für frischen Wind bei Europas größtem Autokonzern sorgen? Und nachdem andere Industriegiganten gezielt externe Manager als Chef anheuerten, um mit Affären und Straftaten aufzuräumen, wird jemand Vorstandschef, der schon mit 21 Jahren im Unternehmen startete, dann kurz studierte, aber ansonsten 43 Jahre lang einzig und allein VW als Arbeitgeber kannte. Einmal VW, immer VW. Wie gesagt, eine mutige Entscheidung, aber vielleicht doch richtig: Der fast immer gut gelaunt wirkende Müller scheint eine so hohe geistige Unabhängigkeit zu haben, dass er mit alten Seilschaften doch brechen könnte. Als Chef seit 2010 hat er Porsche zu neuen Absatzrekorden gebracht und viele Mitarbeiter motiviert - eine solche Aufbruchstimmung könnte VW auch guttun. Und zuletzt schließt VW wieder Frieden mit Firmenpatriarch Ferdinand Piëch: Der Großaktionär und damalige Oberaufseher wollte schon im Frühjahr Müller als neuen VW-Chef durchsetzen - nun hat er seinen Willen.

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