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Rheinische Post: Medizinische Selbsthilfe

Düsseldorf (ots) - Kommentar von Eva Quadbeck

Es gibt wohl wenige Bereiche, in denen eine präzise Verständigung so wichtig ist wie in Gesundheitsfragen. Es ist also eine gute und pragmatische Idee, die Ärzte unter den Flüchtlingen in die Gesundheitsversorgung ihrer Landsleute einzubeziehen. Zumal die Gesundheitsämter hoffnungslos überlastet sind. Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, haben es Krankheitskeime leicht, sich zu vermehren. Daher muss den Flüchtlingen offensiv das Angebot gemacht werden, sich einen Impfschutz nach deutschem Standard zuzulegen. Eine Impfpflicht für Flüchtlinge kann es nicht geben. Sie gilt auch für die einheimische Bevölkerung nicht. Eine Ungleichbehandlung in dieser Frage wäre weder rechtlich zulässig noch politisch wünschenswert. Eine erhöhte Gefahr für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten geht nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts von den Flüchtlingen nicht aus. Eine beruhigende Nachricht. Die schwersten Gesundheitsbelastungen vieler Flüchtlinge dürften ohnehin eher seelischer Art sein.

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