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Rheinische Post: Schluss mit Schrott Kommentar Von Florian Rinke

Düsseldorf (ots) - Elektroschrottberge in Afrika, Inseln aus Plastikmüll auf den Weltmeeren - unser System des immerwährenden Konsums führt zu einem gigantischen Müllproblem. Bislang war das für die Deutschen, die in der EU für ein Fünftel des gesamten Elektroschrotts verantwortlich sind, kein Grund zum Umdenken. Warum auch? Ein Großteil der alten Handys, Fernseher und Laptops verschwindet ja in andere Teile der Welt. Aus den Augen, aus dem Sinn. Das neue Gesetz wird daran wenig ändern, dafür ist es zu technisch: Kleingeräte mit einer Kantenlänge von maximal 25 Zentimetern dürfen in Elektrogeschäften mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern kostenfrei abgegeben werden. Noch Fragen? Wer schon jetzt zu faul war, den Elektroschrott zum Wertstoffhof zu fahren, wird künftig kaum den Zollstock herausholen. Nein, was nötig wäre, ist ein Umbau der Industrieproduktion. Neue Produkte müssen so konzipiert werden, dass sie rückstandslos zurückgebaut werden können - der Verbraucher bekommt sie nur gegen Pfand. Es wäre ein Ausweg aus unserer eigenen Bequemlichkeit.

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