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Rheinische Post: Kommentar: Jüdische Gewalt

Düsseldorf (ots) - Offenbar waren es militante jüdische Siedler, die im Westjordanland einen feigen Brandanschlag verübt haben, bei dem ein palästinensisches Kleinkind getötet wurde. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zeigte sich schockiert, und man darf ihm sein Entsetzen durchaus abnehmen. Aber damit ist es nicht getan. Die israelische Regierung muss endlich mehr tun gegen Terror und Gewalt aus den eigenen Reihen. Jüdische Gewalt gegen Andersgläubige ist ja leider kein neues Phänomen. Erst unlängst hat der Brandanschlag auf eine Kirche am See Genezareth das Augenmerk darauf gelenkt, dass die Palästinenser keineswegs ihr einziges Ziel sind, auch wenn sie bei weitem die meisten Opfer stellen. Jüdische Extremisten schrecken nicht einmal davor zurück, Israelis zu attackieren. Natürlich handelt es sich bei den Tätern um eine winzige Minderheit. Aber die Gefahr, die von ihnen ausgeht, ist enorm, vor allem auch für den Staat Israel. Es ist für Israel von existenzieller Bedeutung, dass es gegen jüdischen Terror mindestens so rigoros vorgeht wie gegen palästinensischen.

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