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Rheinische Post: Kommentar: Hungernde Flüchtlinge

Düsseldorf (ots) - Es ist der Beginn einer lautlosen, aber umso entsetzlicheren neuen Katastrophe: Die Syrien-Flüchtlinge können nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt werden, weil dem UN-Welternährungsprogramm das Geld ausgeht. Zwei Zahlen machen das Ausmaß des Elends auf den ersten Blick deutlich: 7,6 Millionen Menschen sind vor dem Bürgerkrieg geflüchtet, sechs Millionen von ihnen müssen mit dem Nötigsten versorgt werden. Diese Tragödie mahnt zur Demut: Wie kleinlich wirkt vor diesem Hintergrund - bei allen Problemen - die Aufregung um ein paar Tausend Flüchtlinge in Deutschland. Es ist auch zu einfach, die Größe des Problems als Entschuldigung dafür zu missbrauchen, dass so vielen Menschen doch gar nicht geholfen werden könne. Dem Welternährungsprogramm fehlen aktuell 125 Millionen Euro - dieses Geld muss auf internationaler Ebene aufzutreiben sein. Dabei geht es nicht allein um Nächstenliebe: Es gefährdet sehr schnell auch unsere Sicherheit, wenn durch den Flüchtlingsstrom aus Syrien größere Staaten wie der Libanon oder Jordanien ebenfalls kollabieren.

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