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Rheinische Post: Kommentar: Bares ist Wahres

Düsseldorf (ots) - Etwas Bargeld im Haus zu haben, vielleicht sogar größere Beträge im Sparstrumpf zu horten, gehört zum Sicherheitsbedürfnis vieler - nicht nur in Griechenland. Die Gelddose im Schrank ermöglicht den direkten Zugriff und vermittelt das gute Gefühl von Unabhängigkeit. Schließlich wird noch vieles bar bezahlt. Damit aber könnte bald Schluss sein. Denn der NRW-Finanzminister will die Euroscheine zwar nicht abschaffen, wohl aber Bargeschäfte auf maximal 3000 Euro begrenzen. Schwarzgeldgeschäfte und Steuerentziehung sollen unterbunden werden. Eine Illusion! Die Finanzmafia lässt sich so kaum bekämpfen. Getroffen wird vielmehr der steuerehrliche Bürger, der beispielsweise ein Auto privat kaufen oder verkaufen will. Das sind typische Bargeschäfte, die häufig über 3000 Euro liegen und im Austausch Geld gegen Ware abgewickelt werden. Mit der NRW-Initiative droht zudem das gläserne Portemonnaie. Keine Geldbewegung mehr, die nicht elektronisch dokumentiert wird. Und ein Verlust an Haptik, an sinnlichem Erleben: Bargeld fühlt sich nämlich gut an.

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