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Rheinische Post: Kommentar
Schlichter beschädigt = Von Maximilian Plück

Düsseldorf (ots) - Georg Milbradt und Herbert Schmalstieg sind ein eingespieltes Schlichterteam. Schon öfter haben sie bei Tarifstreitigkeiten im öffentlichen Dienst die Kohlen aus dem Feuer geholt. Für sie muss es extrem frustrierend sein, dass ihr Vorschlag bei den Gewerkschaften auf taube Ohren stieß, obwohl deren Verhandler in der Schlichtungskommission für den Vorschlag stimmten. Es war abzusehen, dass die Schlichtung nicht leicht sein würde. Üblicherweise findet diese bei Gehaltsverhandlungen statt, bei denen in erster Linie um prozentuale Erhöhungen des Gehalts gerungen wird. Mit einer Schlichtung bei Eingruppierungsfragen betraten alle Parteien Neuland. Diese galten bislang immer als zu komplex, um sie von Schlichtern bewältigen zu lassen. Umso mehr Respekt muss man vor der Leistung des Duos haben, das einen Kompromiss gezimmert hat, bei dem beide Seiten angemessen Federn lassen mussten. Es ist zwar den Gewerkschaften unbenommen, den Kompromiss abzulehnen. Einen Gefallen tun sie der Institution Schlichtung damit aber nicht.

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