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Debakel für Lufthansa = Von Maximilian Plück

Düsseldorf (ots) - Der Gewerkschaft Ufo ist ein kleines Kunststück geglückt: Sie hat sich in den vergangenen Monaten einen zähen Tarifkonflikt mit der Lufthansa geliefert, aber anders als andere Spartengewerkschaften wie die Lokführergewerkschaft GDL oder die Pilotengewerkschaft VC auf Streiks verzichtet. Das erschwerte es dem Konzern, die Gegenseite in einem schlechten Licht darzustellen. Die Ufo setzte - auch allen internen Widerständen zum Trotz - stur auf Verhandlungen. Gerade dadurch könnte sich die gescheiterte Schlichtung zu einem PR-Debakel für die Lufthansa entwickeln. Genüsslich versuchte die Ufo mit Dokumenten zu belegen, dass sich die Arbeitgeber an Absprachen nicht mehr erinnern wollten. Allerdings dürfte dieser vermeintliche Vorteil der Ufo nicht unbegrenzt helfen. Denn das Verständnis der Kunden ist endlich: Wenn ausgerechnet in der ersten Ferienwoche des bevölkerungsreichsten Bundeslandes gestreikt wird und der Arbeitskampf bis zum Herbst dauert, ist Ärger programmiert. Da helfen die frühen, aber vagen Streikankündigungen nur wenig.

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