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BND-Affäre: Nur Verlierer = Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - In der Affäre um den BND wird es am Ende nur Verlierer geben. Die Kanzlerin und ihr enges Umfeld sind wegen der Vorwürfe unter Druck, der BND sei dem amerikanischen Geheimdienst NSA beim Ausspähen europäischer Ziele behilflich gewesen. Wahrscheinlich wird sich das Kanzleramt dagegen entscheiden, die Listen mit den Spionage-Zielen der Amerikaner herauszugeben. Damit werden sich Merkel und ihre Vertrauten zumindest den Vorwurf einhandeln, die Dinge vertuschen zu wollen. An SPD-Chef Sigmar Gabriel wiederum wird hängenbleiben, dass er die Affäre nutzen wollte, um der beliebten Kanzlerin zu schaden. Das Manöver könnte für ihn zum Bumerang werden. Zudem steht er als derjenige da, der einen Vertrauensbruch gegenüber der Kanzlerin begangen hat. Die Opposition aus Linken und Grünen wiederum bekommt vor Augen geführt, wie zwergenhaft und ohnmächtig sie gegenüber der großen Koalition ist. Ihre Versuche, die SPD auf ihre Seite zu ziehen, um gegen die Union gemeinsame Sache zu machen, werden ins Leere gehen.

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