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Rheinische Post: Einbrecher einsperren

Düsseldorf (ots) - Als ich sechs war, wurde bei uns eingebrochen. Seither begleitet mich die Angst vor nächtlichen Dieben. So geht es vielen Einbruchsopfern, die neben dem materiellen Verlust (häufig mehr als damals meine paar Groschen aus dem Sparschwein) seelischen Schaden zu beklagen haben. Das Gefühl, in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher zu sein, bestimmt über Wochen, Monate, manchmal ein ganzes Leben die Gedanken. Also wird jede Initiative begrüßt, die Diebe zu stoppen oder sie härter zu bestrafen. So kann auch die CDU auf Beifall hoffen, wenn sie jetzt den Straftatbestand verschärfen und Täter schneller wegsperren will. Endlich! Ob allerdings die gewünschte abschreckende Wirkung eintritt, kann man bezweifeln. Zugereiste Einbrecherbanden werden sich kaum von der Androhung höherer Strafen abhalten lassen. Zumal die Aufklärungsquote denkbar niedrig ist. Wer ohne Angst ruhig schlafen will, braucht vor allem eins: Die Gewissheit, dass zu seinem Schutz genügend Polizisten im Einsatz sind. Doch das verspricht keiner.

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