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Rheinische Post: Gute Schule statt Quote Von Jan Drebes

Düsseldorf (ots) - Privatschulen gehören zum deutschen Bildungssystem, das ist unstrittig. Schon in Artikel 7 des Grundgesetzes ist festgehalten, dass es kein staatliches Bildungsmonopol geben darf. Doch der Trend, dass immer mehr Eltern ihre Schüler an Ersatzschulen privater Träger schicken, ist ungebrochen. Nun muss der aktuelle Anteil der Privatschüler von etwa zehn Prozent noch niemanden aus der Ruhe bringen - dennoch regt er Politiker zu Recht zum Nachdenken an. Bliebe ein gefährlich hoher Prozentsatz an Schülern dem öffentlichen System fern, wäre es um das deutsche Bildungssystem schlecht bestellt. Denn die soziale Mischung an öffentlichen Schulen würde leiden, wenn gerade zahlungskräftige, zumeist höher gebildete und vielleicht überdurchschnittlich engagierte Eltern ihren Nachwuchs auf Privatschulen schicken. Die Politik ist also gefragt, das weitgehend durchlässige deutsche Schulsystem für alle attraktiv zu halten. Die beste Vorbeugung gegen zu viele Privatschulen sind also gute staatliche Schulen - und nicht etwa eine Quote, wie sie andere europäische Länder kennen.

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