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Rheinische Post: Breitband-Förderung muss effizienter werden Von Thomas Reisener

Düsseldorf (ots) - Der berühmte Zukunftsforscher Matthias Horx sagte 2001 voraus: "Das Internet wird kein Massenmedium." Damals nutzten 500 Millionen Menschen das neue Medium, heute sind es drei Milliarden. Allein in Deutschland sind 90 Prozent der Bürger online. 14 Jahre später wissen wir: Das Internet ist nicht nur ein Massenmedium, über das täglich Milliarden Menschen mailen, chatten und posten. Es hat ganze Wirtschaftszweige erschaffen, andere ruiniert. Es ermöglicht internationale Arbeitsteilung in vor kurzem noch unvorstellbarem Ausmaß: Viele Unternehmen können ihre Arbeitsplätze heute fast beliebig über den Globus verteilen und die Produktion via Internet koordinieren. Die Wucht der digitalen Revolution ist mit jener der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert vergleichbar. Regionen ohne schnelles Internet sind im Wettbewerb um Investitionen und Jobs auf Dauer chancenlos. Das bedeutet nicht, dass auch der letzte Winkel in NRW noch mit erstklassiger Infrastruktur ausgestattet werden muss - dafür ist gar nicht genug Geld da. Aber vielleicht sollte die Politik das auch mal einräumen. Realistische Ziele sind Voraussetzung für effiziente Förderung, die am Ende mehr Menschen hilft.

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