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Rheinische Post: Das dritte Hilfspaket für Athen ist da

Düsseldorf (ots) - Mit der Einladung von Alexis Tsipras nach Berlin hat sich Angela Merkel entschieden: Die Kanzlerin hält eine Lösung der griechischen Finanznot nur in der Euro-Zone für möglich. Damit hat sich die Regierungschefin jeden Verhandlungsspielraum genommen. Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und sein Land werden bis Ostern ein Hilfspaket bekommen - egal, ob das Geld über Target-Kredite der Europäischen Zentralbank, Zinserleichterungen durch die Gläubiger oder durch ein drittes Hilfspaket fließt. Merkels Entscheidung ist ein gehöriger Vertrauensvorschuss für eine Regierung, die sich bisher sämtlichen Prinzipien einer guten Regierungsführung verweigerte. Wenn sich aber Merkel & Co. so entscheiden - wofür es historisch-emotional gute Gründe gibt -, dann bitte konsequent. Griechenland braucht einen langfristigen Plan für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Eine EU-Expertengruppe muss eine funktionierende Steuerverwaltung aufbauen, gezielt Exportbranchen stützen. Armutsbekämpfung könnte vorübergehend aus EU-Subventionsmitteln erfolgen, die anderswo ohnehin nur den Wettbewerb behindern. Für den Wiederaufbau Griechenlands braucht es Geld. Vor allem aber Geduld.

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