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Rheinische Post: Muslime im Gefängnis Kommentar Von Detlev Hüwel

Düsseldorf (ots) - Wie sehr Theorie und Praxis auseinanderklaffen können, zeigt der Streit um eine mögliche Radikalisierung von muslimischen Häftlingen in deutschen Haftanstalten. Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) meint, dass das Wachpersonal gewissermaßen en passant mitbekommen sollte, ob muslimische Häftlinge auf dem Hof über das Wetter oder über Gewaltakte nach ihrer Freilassung reden. Diese Erwartungshaltung ist angesichts der fehlenden Sprachkenntnisse der Beamten völlig weltfremd. Minimale Sprachkurse helfen da bestimmt nicht weiter. Zudem ist Kutschatys Feststellung, dass bislang kein Fall von Radikalisierung in einem NRW-Gefängnis bekanntgeworden sei, irreführend. Denn wer sagt denn, was unter den Häftlingen wirklich abläuft, ohne dass die Aufseher dies mitbekommen? In den Gefängnissen darf sich kein islamistisches Gefahrenpotenzial zusammenbrauen. Deswegen sollten zu den muslimischen Insassen nur noch Imame Zugang haben, die deutsch sprechen und deren Predigten kontrolliert werden können.

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