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Rheinische Post: Kommentar
Land versinkt im Streik = Von Maximilian Plück

Düsseldorf (ots) - Streiks bei den Fluggastkontrollen, der Bahn, den Metallbetrieben, der Post oder ganz aktuell der Lufthansa-Tochter Germanwings; demnächst könnten Arbeitskämpfe in den Kitas und Landesbehörden hinzukommen. In der Republik scheint kein Tag zu vergehen, ohne dass Beschäftigte für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gehen. Das ist ihr gutes Recht, so sieht es das Grundgesetz vor. Und doch muss man den Streikfreudigen sagen: Übertreibt es nicht! Denn die Bürger sind streikmüde und sehnen sich nach mehr Sozialpartnerschaft. Im jüngsten Streikfall bei den Piloten wäre eine Verhandlungslösung durchaus möglich. Doch beide Seiten agierten zuletzt eher unglücklich: die Piloten, weil sie eine Teilschlichtung der Hauptstreitfrage rund um die Übergangsversorgung ablehnten und wenig Konstruktives zum wachsenden Kostendruck bei der Kranichlinie beisteuerten; das Management, weil es den Konflikt recht unsensibel mit der Ankündigung weiterer Sparanstrengungen befeuerte. Beide Seiten sollten sich aufeinander zubewegen - zum Wohle des Konzerns. Und zum Wohle der Kunden.

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