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Rheinische Post: Schwerter Willkommen

Düsseldorf (ots) - Die Stadt Schwerte hält an ihrer Entscheidung fest, auf dem Gelände einer ehemaligen Konzentrationslager-Außenstelle Flüchtlinge unterzubringen. Zur Begründung heißt es, das Gebäude, in das die Menschen aus Syrien und anderen Kriegs- und Krisengebieten ziehen sollen, stamme aus den 1950er-Jahren. Dort seien auch schon ein Kindergarten und Künstlerateliers eingerichtet worden. Und Container, die eine flexible Lösung an anderer Stelle böten, seien schwer zu bekommen. Es stimmt: Wichtig ist, dass die Menschen ein Dach über dem Kopf bekommen. Doch es ist schwer nachzuvollziehen, dass eine Stadt ein Heim auf einem historisch belasteten Gelände und in unmittelbarer Nähe einer Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus einrichtet: Quasi im Vorgarten der Flüchtlinge steht nun ein Mahnmal, das eindringlich mit in Stein gehauenem Leid an das grausame Schicksal der KZ-Zwangsarbeiter erinnert. Wenn das die allseits beschworene Willkommenskultur sein soll, dann läuft wirklich etwas falsch in Sachen Flüchtlingspolitik.

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