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Rheinische Post: Griechenland muss in der Euro-Zone bleiben Kommentar Von Georg Winters

Düsseldorf (ots) - Man kann darüber diskutieren, ob ein Austritt Griechenlands aus dem Euro für die Währungsgemeinschaft ökonomisch beherrschbar ist oder nicht. Tatsache ist: Keiner kann die Ansteckungsgefahren und die Folgen für das gemeinsame Währungsgebiet wirklich abschätzen, und das macht die Prognose extrem schwierig. Der Grexit wäre ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Das kann niemand wollen. Natürlich wissen das auch die Kanzlerin und der Finanzminister. Die Übersetzung dessen, was sie meinen, ist einfach: Liebe Griechen, wir können auch ohne euch, aber ihr mit Sicherheit nicht ohne uns, weil ihr dann ökonomisch und gesellschaftlich im Chaos versinkt. Sie haben Recht: horrende Inflation, noch höhere Arbeitslosigkeit, Bank- und Firmenpleiten - ohne Europa droht die Verelendung. Also muss Griechenland bleiben. Doch die Gemeinschaft darf sich auch nicht von Populisten wie Alexis Tsipras erpressen lassen. Berlins Wink in Richtung Athen ist die richtige politische Strategie. Der Druck auf Griechenlands Regierung - gleich welcher Couleur - muss aufrechterhalten werden. Nur so bleibt das Land auf Kurs. Davon profitieren langfristig alle - Athen, Europa und der Euro.

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