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Rheinische Post: Kommentar
Sanktionen schmerzen = Von Matthias Beermann

Düsseldorf (ots) - Wie schnell sich eine Debatte doch drehen kann: Es ist noch gar nicht lange her, da wurde davor gewarnt, wegen der russischen Aggression gegen die Ukraine Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Denn derartige Strafmaßnahmen, so hieß es, würden ohnehin wirkungslos verpuffen und obendrein vor allem dem Westen selbst schaden. Nun schmiert die russische Wirtschaft wie im Zeitraffer ab, und plötzlich sind es angeblich doch die Sanktionen, die daran schuld sind. Die Sanktionen mögen schmerzhaft sein. Aber sie wären für Russland wohl zu verkraften, hätte Wladimir Putin das Ansehen der russischen Regierung nicht so vollkommen zerstört. Russlands Ruf als vertrauenswürdiger Partner ist ruiniert, das ist - neben dem dramatischen Verfall der Ölpreise - der wahre Grund für den ökonomischen Absturz Russlands. Natürlich hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier zu Recht Sorge wegen einer Destabilisierung Russlands. Aber auch die Kanzlerin hat recht: Die Sanktionen wurden aus bestimmten Gründen verhängt. Und an denen hat sich - leider - nichts geändert.

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