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Rheinische Post: Teurer Kunstschatz

Düsseldorf (ots) - Wozu braucht eine landeseigene Bank einen eigenen Kunstschatz? Die Frage hätte man schon vor Jahrzehnten stellen können, als die damals reiche WestLB reichlich Kunst kaufte. Die guten Zeiten sind vorbei, die Kunst ist aber noch da - und sogar wertvoller. Geerbt hat den Schatz die WestLB-Nachfolgerin Portigon, die ansonsten in erster Linie Verbindlichkeiten übernahm. Kulturministerin Schäfer möchte die Kunst für NRW sichern. Finanzminister Walter-Borjans will lieber die Millionen. Schließlich haftet das Land für die Schulden der Bad Bank. Dennoch hat Walter-Borjans ein schlechtes Gewissen. Denn die Werke sind als Dauerleihgaben in namhaften Museen zu sehen. Da wird, wer Kunst versilbern will, schnell als Kulturbanause verschrien. Die WestLB hat sich vor langen Jahren als Kunstmäzen betätigt. Das war schon damals nicht ihre Kernaufgabe. Portigon geht es derweil so schlecht, dass selbst der Kunstbesitz kaum zu rechtfertigen ist. Aus Banksicht ist der Verkauf deshalb richtig. Wer die Portigon-Kunst den Museen erhalten will, sollte sie der Bank abkaufen. Eine vergleichsweise einfache Lösung.

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