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Rheinische Post: Kommentar
Weselskys Strategie schadet den Lokführern = Von Maximilian Plück

Düsseldorf (ots) - Jetzt ist er also da, der erste flächendeckende Streik der Lokführer im aktuellen Tarifkonflikt bei der Bahn. Gewerkschafts-Chef Claus Weselsky setzt seine aggressive Strategie fort - die erwartbar hohe Zustimmung bei der Urabstimmung macht es möglich. Einen Gefallen tut der GDL-Chef seinen Mitgliedern mit seiner Angriffslust und seinem Streben nach mehr Einfluss zulasten der Konkurrenz von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) allerdings nicht. Erstens befeuert Weselsky mit seiner Null-Kooperationsbereitschaft den Unfrieden innerhalb der Belegschaft. Schon jetzt warnt der Bahn-Betriebsrat immer flehentlicher, GDL und EVG mögen sich bitte wieder an einen Tisch setzen und gemeinsam mit der Bahn verhandeln. Dass sich Beschäftigte gegenseitig anpöbeln, kann auch Weselsky nicht wollen. Zweitens führt ein langer Tarifkonflikt nicht unbedingt dazu, dass am Ende deutlich mehr für die Mitarbeiter herauskommt. Die Lohnerhöhung rückt nämlich zeitlich in immer weitere Ferne. Das Weselsky zur Vernunft kommt, ist unwahrscheinlich. Dagegen spricht sein Verhalten der vergangenen Monate. Bahn-Kunden müssen sich auf einen harten Herbst und Winter einstellen.

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