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Rheinische Post: Gauck verdeutlicht seine Russland-Kritik

Düsseldorf (ots) - Bundespräsident Joachim Gauck hat seine Russland-Kritik verdeutlicht. "Mir geht es bei meiner Kritik nicht um das Land Russland, das ich mit seiner Kultur und seinen Menschen schätze. Mir geht es um die Missachtung von Bürgerrechten, von Menschenrechten und um den Bruch des Völkerrechts", sagte Gauck der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). "Wenn ich nach Russland blicke, dann sehe ich nicht nur die Regierung, sondern auch die Regierten. Ihr Schicksal ist der Grund für meine Kritik am Kreml." Zugleich zeigte sich der Bundespräsident zuversichtlich, dass es zu einer diplomatische Lösung im Ukraine-Konflikt kommt. "Ja, das wird es", sagte er auf eine entsprechende Frage. Er hob die vermittelnde Rolle der Bundesregierung hervor: "Und ich freue mich in diesem Zusammenhang sehr darüber, dass die Bundesregierung sich seit Beginn dieser Krise außerordentlich verantwortungsvoll um eine diplomatische Lösung bemüht." Deutschland sei durch seine politische und ökonomische Stabilität eine Position zugewachsen, auf die viele Länder in der Welt schauten. "Ich wünsche mir, dass wir diese Position mit der inneren Haltung verbinden, uns noch stärker auch für die Lösung von Konflikten außerhalb unserer Grenzen verantwortlich zu fühlen - so, wie es derzeit die Bundeskanzlerin und der Bundesaußenminister im Falle der Ukraine tun."

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