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Rheinische Post: Die neue Rechte Kommentar Von Michael Bröcker

Düsseldorf (ots) - Interne Machtkämpfe, Rufe nach einem Scheitern der EU, örtliche Funktionäre, die rechtsradikale Propaganda unterstützen, und ein Parteichef, der die "Innere Sicherheit" der DDR lobt - andere Parteien wären in der Versenkung verschwunden. Die AfD aber gewinnt Wahlen. Nach dem Überraschungserfolg bei der Bundestagswahl und den Wahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen ist die "Alternative für Deutschland" im Parteienspektrum angekommen. Allerdings am rechten Rand. Die AfD fischt die Stimmen der Protestler und Enttäuschten. Vor allem wildert sie bei den Konservativen. Die CDU hat mit ihrer Zentrierung auf gesellschaftlich unumstrittene Mehrheitspositionen und ihrer "Igitt"-Kampagne den Erfolg der AfD erst ermöglicht. Mag die Partei auch kruden EU-Theorien anhängen und bei der Zuwanderungspolitik mit Ängsten spielen - ihre Positionen in der Sicherheitspolitik, ihr konservatives Bildungsideal und die marktliberale Wirtschaftspolitik waren auch mal in der Union zu Hause. Sie sollte die AfD und ihre Themen ernst nehmen. Die Wähler tun es schon.

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