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Rheinische Post: Kommentar
Angriff auf die Freiheit = Von Martin Bewerunge

Düsseldorf (ots) - Es ist relativ simpel, hasserfüllte Abscheulichkeiten in die Welt zu setzen. Eine Spraydose, begrenzte Kenntnisse in der Rechtschreibung und der Schutz der Dunkelheit reichen aus. Dann steht eines Morgens "Jude" am Redaktionsgebäude einer Zeitung, versehen mit einem Hakenkreuz. Und obwohl gleich klar wird, wie feige, wie geistlos und wie roh die Urheber solcher Botschaften sein müssen, ist man einen Moment lang betroffen. Weil unweigerlich Bilder in einem aufsteigen: Vor mehr als acht Jahrzehnten begann mit solchen Schmierereien der Untergang der Freiheit in Deutschland. Die "Lausitzer Rundschau" berichtet seit Jahren mutig und preisgekrönt über die Umtriebe von Neonazis in Brandenburg. Was immer die Sprayer bezwecken wollten, die gestern die Lokalredaktion in Spremberg besudelten - das Resultat dürfte kaum das erhoffte sein: Nicht nur in der Lausitz wollen und werden sich die Leute von solchen Aktionen nicht einschüchtern lassen. Gerade weil sie wissen, was rohe, geistlose und feige Gestalten in diesem Land schon einmal angerichtet haben.

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