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Rechte Zeit für Kampf gegen Crystal Meth = Von Thomas Reisener

Düsseldorf (ots) - Anders als die Drogen Heroin und Cannabis, deren Konsum zurückgeht, ist Crystal Meth auf dem Vormarsch. Viel weiß man noch nicht darüber. Belegt ist nur die rasend schnelle Verbreitung. Weil die Droge noch neu ist, gibt es wohl noch nicht so viele Süchtige wie bei "klassischen" Rauschgiften. Ebenso haben sich noch nicht so viele Forscher und Fahnder darauf spezialisiert - was für eine hohe Dunkelziffer spricht. Noch richten andere Drogen in der Bevölkerung größeren Schaden an. Trotzdem könnte mehr Engagement gegen Crystal Meth sich gerade jetzt lohnen. Ein großer Gegenangriff könnte das Problem vielleicht ausrotten, bevor es dieselben Dimensionen wie beim inzwischen wohl unbesiegbaren Kokain annimmt. Aufschlussreich ist die Soziologie von Crystal Meth. Während Cannabis und Heroin meist wegen des "Dröhn-Faktors" konsumiert werden, wirkt Crystal anfangs leistungssteigernd, bevor die schnell einsetzende Sucht die Konsumenten ruiniert. Wegen der trügerischen Anfangs-Wirkung greifen auffallend oft Angehörige gut bezahlter Berufsgruppen mit hohem Druck zu dieser Droge. Das stellt nicht zuletzt auch die Auswüchse unserer Leistungs-Gesellschaft infrage.

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