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Rheinische Post: Pirat muss gehen Kommentar Von Detlev Hüwel

Düsseldorf (ots) - Es wäre nicht verwunderlich, wenn der Pirat Daniel Düngel noch heute seinen Rückzug vom Amt des Vizelandtagspräsidenten erklären würde. Nach der öffentlichen Zurechtweisung durch Landtagspräsidentin Carina Gödecke (SPD)ist er unter Druck geraten. Auch der Piratenfraktion kann es nicht länger egal sein, welches Bild ihr Spitzenrepräsentant abgibt. Dass ein Politiker in einer so exponierten Position offenbar Bagatellrechnungen nicht bezahlt, ist ein Unding. Schließlich bekommt er jeden Monat 13.407,50 Euro (brutto). Eigentlich hätte der Pirat schon zu Beginn des Jahres die Segel streichen müssen, nachdem er glaubte, feststellen zu müssen, dass der Landtagsbetrieb "ein krankes System" ist. Statt dessen nutzte er die Annehmlichkeiten seines Dienstwagens (auf den er ursprünglich verzichten wollte) offenbar so ausgedehnt aus, dass die Benutzungsrichtlinien verschärft werden mussten. Düngel kann nach alledem kein glaubwürdiger Vertreter des von den Bürgern gewählten Landtags mehr sein. Der Pirat muss von Deck.

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