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Rheinische Post: Kommentar
Stopp der Israel-Flüge hat immense Wirkung = Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - So ärgerlich die gestrichenen Flüge nach Tel Aviv für die betroffenen Passagiere auch sind, so begrenzt sind ihre praktischen Auswirkungen. Schneefälle und Vulkanausbrüche hatten schon größere Auswirkungen. Doch die psychologischen und indirekten Folgen sind immens. Auf einen Schlag ist Millionen potenziellen Israel-Touristen und vielen Geschäftsleuten so bewusst geworden wie nie zuvor, welches persönliche Risiko mit einer Reise in das faszinierende und pulsierende Land verbunden sein kann. Ein Schlag für die israelische Wirtschaft. Plötzlich ist Israels "Tor zur Welt" zugeschlagen. Das verstärkt das Gefühl, von der Welt allein gelassen zu werden. Und das in einer Phase, in der sich viele Israelis ohnehin fragen, warum die internationale Wahrnehmung vor allem von den leidenden Palästinensern und kaum vom andauernden Raketenbeschuss auf Israel geprägt wird. Schon vermuten Israelis, die Flüge seien aus politischen Gründen gestoppt worden, um Israel zu einem Waffenstillstand zu zwingen. Das greift zu kurz. Die Risiko-Neubewertung ist durch den Flugzeugabschuss über der Ukraine in Gang gekommen - mit noch unabsehbaren Folgen für die weltweite Reisefreiheit angesichts einer Vielzahl von Konflikten.

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