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Rheinische Post: Kommentar
Wahlrecht für alle = Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - Die Forderung einer Reihe von Politikern und Politik-Aktivisten nach einem Wahlrecht für Kinder ist nicht neu. Dass dieser Wunsch politische Realität wird, ist nicht denkbar. Charmant ist der Gedanke aber schon. Und das Anliegen, das hinter der Forderung steht, ist berechtigt. Es ist geboren aus der Erkenntnis, dass wir auf eine Republik zusteuern, in der die Bedürfnisse der Alten stärker berücksichtigt werden als die Interessen der Jungen - aus dem einfachen Grund, weil die Älteren die Mehrheit der Wähler stellen. Könnten nun Mütter und Väter stellvertretend für ihre Kinder wählen, würden sie wahrscheinlich mehr auf gute Bildungs- und Betreuungsangebote, Generationengerechtigkeit, nachhaltige Finanzpolitik und solide Umweltpolitik achten. Familien wären plötzlich die meist umworbene Gruppe der Politik. Die Befürworter eines Wahlrechts für alle machen also zu Recht darauf aufmerksam, dass Kinder und Jugendliche für die Politik nicht den Stellenwert haben, der ihnen als Gestalter und Träger der Zukunft zukommen müsste.

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