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Rheinische Post: Kommentar
Pflege als Mega-Thema der nächsten Jahrzehnte = Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - Die Frage, wie wir der wachsenden Zahl der Pflegebedürftigen in unserer Mitte ein würdiges Leben ermöglichen, wird zu den zentralen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte gehören. Um alte und gebrechliche Menschen auch in Zukunft mit Anstand zu behandeln, wird viel Geld notwendig sein. Das liegt nicht nur daran, dass aufgrund des demografischen Wandels immer weniger Jüngere für immer mehr Ältere aufkommen müssen. Der Bedarf an mehr Fachkräften für die Pflege wird sich dauerhaft nur mit einer besseren Bezahlung oder mit einer intensiven Anwerbung aus dem Ausland lösen lassen. Beide Wege sind teuer und werden die Beiträge in der Pflegeversicherung ansteigen lassen. Zudem müssen wir uns darauf einstellen, künftig mehr privates Vermögen für die Pflege einzusetzen. Die Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Risiken ab. Und das wird auch so bleiben. Weiter verteuert sich die Pflege durch veränderte Lebensläufe. Die Töchter und Schwiegertöchter stehen aufgrund der gewachsenen Erwerbstätigkeit der Frauen immer weniger als kostengünstige Kräfte für die Pflege in der Familie zur Verfügung. Der Kostendruck wächst also von verschiedenen Seiten.

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