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Rheinische Post: Kommentar
Konjunkturprogramm für Kultur und Sport = Von Christian Schwerdtfeger

Düsseldorf (ots) - Ob Autobahnen, Brücken oder Tunnel. Die Infrastruktur im Land ist marode. Da verwundert es nicht, dass sich auch viele Schwimmbäder in einem miserablen Zustand befinden und von Schließungen bedroht sind. Doch woher sollen die klammen Kommunen das Geld für die notwendigen Reparaturen ihrer Bäder nehmen? Die meisten Städte können nicht einmal ihre Straßen instand halten. In fast allen Rathäusern regiert der Rotstift. Es wird alles zusammengestrichen. Und das sind meistens Kultur- und Freizeitangebote wie Theater und Schwimmbäder. Außer Acht gelassen wird, dass es sich dabei um Standortfaktoren handelt, die eine Kommune lebenswert machen. Wenn man nicht einmal mehr in seiner Stadt ein Buch ausleihen oder schwimmen gehen kann, ziehen die Menschen weg. Diese Entwicklung sieht man bereits seit Jahren vielerorts im Ruhrgebiet, wo ganze Stadtteile mangels Lebensqualität nicht mehr bewohnt sind. Dieser Trend muss gestoppt werden. Das kann aber nur gelingen, wenn Land und Bund den Kommunen unter die Arme greifen. Eigens für Kultur und Sport sollte eine Art Konjunkturprogramm aufgelegt werden, damit unsere Städte lebenswert bleiben.

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