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Rheinische Post: Internet ist Grundbedarf Kommentar Von Thomas Reisener

Düsseldorf (ots) - Man kann E-Mails auch mit einem piepsenden Telefonmodem abrufen. Aber um moderne Internet-Angebote wie Online-TV oder große Datenbanken zu nutzen, braucht man den aktuellen Breitband-Standard mit der Übertragungsrate von 50 Megabit pro Sekunde. Bei schnellen Internet-Anschlüssen hinkt Deutschland anderen Ländern hinterher. Das ist keine Lappalie. Da immer größere Bereiche des beruflichen und des privaten Alltags über das Netz organisiert werden, ist ein guter Internet-Zugang heute Grundbedarf. Aber die Anbieter zögern mit dem Ausbau im ländlichen Raum, weil er sich für sie nicht lohnt. Die Politik zögert mit Zwangsvorgaben, weil die nicht zu unserer Wirtschaftsordnung passen. Ohne mehr Regulierung wird es nicht gehen. Der Staat muss gewährleisten, dass die Lebensbedingungen auf dem Land und in der Stadt ähnlich sind. Also muss er die Anbieter zwingen, einen Teil ihrer Gewinne in ländlichen Ausbau zu investieren. Bahn und die Telekom leben auch mit solchen Vorgaben - und machen trotzdem Milliardengewinne.

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