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Rheinische Post: Kommentar
Gebot der Fairness = Von Birgit Marschall

Düsseldorf (ots) - Noch heißt es in den Briefen der Lebensversicherer an ihre Kunden stolz, die laufende Verzinsung der Police habe wieder vier Prozent erreicht. Das ist angesichts des Niedrigzinsumfeldes und im Vergleich zu anderen Sparformen bemerkenswert viel. Doch die Zukunft wird nicht mehr so rosig aussehen und die Rendite deutlich sinken. Manche Kundengemeinschaft muss gar befürchten, dass ihr Versicherer seine Garantien nicht erfüllt. Deshalb ist gut und folgerichtig, dass der Gesetzgeber schützend eingreift. Altkunden werden auf einen geringen Teil der in Aussicht gestellten Beträge zugunsten der großen Mehrheit der Kunden verzichten müssen. Dass dies viele aufregt, ist nur menschlich und verständlich. Aber für den Eingriff hat die Regierung ein überzeugendes Argument: Sie muss sicherstellen, dass auch jüngere Kunden die ihnen garantierten Leistungen noch erhalten werden. Das allein aber reicht nicht: Es muss auch klar erkennbar sein, dass das einbehaltene Geld komplett der Versichertengemeinschaft zugutekommt und nicht in den Unternehmen versickert oder bei Aktionären landet.

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