Alle Storys
Folgen
Keine Story von Rheinische Post mehr verpassen.

Rheinische Post

Rheinische Post: Kommentar
Trügerische Pläne zur Steuervereinfachung = Von Birgit Marschall

Düsseldorf (ots)

Unser Steuersystem steckt voller irrwitziger Sonderregeln. Wer sich in dem Dickicht besser auskennt als andere, der kann seine Steuerbelastung auch stärker senken. Das deutsche Steuersystem ist eines der kompliziertesten der Welt. Würde es endlich entschlackt, könnte das Investitionen und Wachstum freisetzen. Insofern hört sich jeder Versuch in diese Richtung, auch der neue Länder-Vorstoß, gut an. Allerdings werden mit der Botschaft, das Steuersystem vereinfachen zu wollen, keine Wahlen gewonnen. Vorschläge zur "Steuervereinfachung" werden deshalb stets mit solchen zur "Steuerentlastung" verbunden. Da dies dem Fiskus aber Mindereinnahmen bescheren würde, scheitern die Vorschläge zur Steuervereinfachung regelmäßig. Dieses Schicksal droht auch der neuen Bundesratsinitiative. Sie wäre aber auch kein wirklicher Beitrag zur Vereinfachung, denn die Länder wollen den Arbeitnehmer-Pauschbetrag leicht erhöhen und im Gegenzug den Steuerbonus für Handwerkerrechnungen leicht verringern. Gewonnen wäre damit wenig. Verständlich also, dass sich die Union lieber auf den Haushaltsausgleich konzentriert. Danach gehört die Steuervereinfachung auf die Agenda.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Rheinische Post
Weitere Storys: Rheinische Post
  • 17.05.2014 – 00:00

    Rheinische Post: 1,4 Milliarden Euro Mütterrente fließen an die öffentliche Hand zurück

    Düsseldorf (ots) - Die Erhöhung der Mütterrente für Frauen, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben, verbleibt nicht allein bei den Rentnerinnen. Wie aus einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW hervorgeht, die der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) vorliegt, fließen von den 6,7 Milliarden Euro, die die Mütterrente künftig ...

  • 16.05.2014 – 20:50

    Rheinische Post: Tempolimits müssen bisweilen sein

    Düsseldorf (ots) - Wer ärgert sich nicht, wenn er auf einer sechsspurig ausgebauten Autobahn plötzlich nur noch 100 oder gar 80 Stundenkilometer fahren darf? Oder auf freier Strecke mit Schildern konfrontiert wird, auf denen 120 steht? Es ist aber nicht reine Willkür oder puritanische Lust, Autofahrern die Geschwindigkeit zu verbieten, die hinter solchen Tempolimits stehen. Es sind Lärmschutzmaßnahmen, der ...