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Auch die Rentner zahlen die Reform mit = Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - In der Rentenpolitik steht uns noch ein heißer Frühsommer bevor. Insbesondere bei der Rente ab 63 sind die Fronten zwischen Union und SPD verhärtet. Die Anhörung am Montag sollte die große Koalition dazu nutzen, grundsätzlich über ihr Rentenpaket nachzudenken. Vordergründing profitieren vor allem zwei Gruppen: Männliche Facharbeiter mit vielen Versicherungsjahren, die mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen können, und Mütter, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben. Bei dieser Reform wird leider übersehen, dass die gesamtgesellschaftlichen Belastungen enorm hoch sind. Die Beitragssätze zur Rentenversicherung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen steigen. Das Rentenniveau wird auch wegen der Mehrausgaben der Rentenversicherung stärker als bisher geplant sinken. Das heißt, auch die Rentner zahlen die Reform mit. Das perfide an der Entscheidung, die milliardenschwere Reform allein über die Rentenversicherung zu finanzieren, ist, dass die Bürger die Kosten nicht direkt spüren. Hätte sich die Regierung entschlossen, für das teure Rentenpaket die Steuern zu erhöhen - was ehrlicher gewesen wäre - der Aufschrei wäre so laut, dass die Reform nicht kommen könnte.

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