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Rheinische Post: Signale für Putin

Düsseldorf (ots) - Im Grunde scheint alles nach Plan zu laufen bei Wladimir Putins Mission, Russlands Weltmachtglanz zurückzuholen. Wer sich seinem Einfluss entziehen will, muss (territorial) bluten: Moldawien, Georgien und nun die Ukraine. Kurzfristig berauscht das die patriotische russische Seele. Die spannende Frage ist daher, wann es den Russen klarwird, dass Putin das Land nicht größer macht, sondern in eine neue Katastrophe führt. Nicht in eine militärische, sondern in eine wirtschaftliche, weil nationalistische Hochgefühle mit neuer Armut für Millionen erkauft sind. Niemand weiß, wie lange Putins brutale Ablenkungsstrategie funktioniert. Aber die Angela Merkel zugeschriebene Analyse stimmt: Der Mann scheint den Bezug zur Wirklichkeit verloren zu haben. Ihm dorthin zurück zu helfen, kann nur gelingen, wenn die Signale eindeutig sind. Dass Russlands Kreditwürdigkeit nun knapp über "Ramsch"-Status rangiert, ist eine gute Nachricht. Die Ankündigung von Wirtschaftsgesprächen in Russland durch Schwerins SPD-Regierungschef Sellering ganz klar nicht.

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