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Rheinische Post: Pfand für Weinflaschen sollte geprüft werden

Düsseldorf (ots) - Die Deutschen sind im Vergleich zu den europäischen Nachbarn Spitze beim Glasrecycling. Während in der EU nur 70 Prozent des Altglases wiederverwertet werden, liegt die Quote hierzulande bei 83 Prozent. In den Supermärkten der großen Städte muss man oft lange anstehen, wenn man leere Bierflaschen oder Kisten zurückgeben will. Weinflaschen werden hingegen ganz selbstverständlich im Altglascontainer zerdeppert. Warum eigentlich? Muss das so sein? Bislang stößt die Einführung eines Pfandsystems für Weinflaschen auf großen Widerstand. Die Flaschen seien in Größe und Form zu unterschiedlich, sagen Kritiker. Sie weisen auf den enormen Import-Anteil im Weingeschäft hin. Soll der Winzer aus Südafrika allen Ernstes seine Flaschen zurücknehmen? Natürlich nicht. Aber es dürfte wenig dagegen sprechen, ein Pfandsystem mit einheitlichen Gebinden zumindest auf nationaler Ebene zu erproben. Auch beim Bier gibt es die unterschiedlichsten Flaschenformen, die im Mehrwegsystem funktionieren. Letztlich hinge die Akzeptanz von der Leistungsfähigkeit des Systems ab. Die Rücknahme würde den Handel derzeit noch vor enorme Herausforderungen stellen. Unlösbar sind die Probleme sicher nicht.

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