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Rheinische Post: Kommentar
Frischer Wind in Paris = Von Sylvie Stephan

Düsseldorf (ots) - Eigentlich stand das sorgsam vorbereitete Programm für das deutsch-französische Regierungstreffen in Paris schon seit Wochen fest. In letzter Minute hat sich nun das Thema Ukraine auf die Tagesordnung gedrängt. So schockierend die Nachrichten aus Kiew auch sind, für die Außenwirkung des deutsch-französischen Führungsduos war dies eher ein Segen: Statt sich auf maue Absichtserklärungen und vage Ankündigungen zu beschränken, konnten die Bundeskanzlerin und der französische Präsident nun gemeinsam starke Worte finden. Das passt zum "neuen Wind", der seit der Bundestagswahl das deutsch-französische Verhältnis erfrischt. Vor allem aufseiten der sozialistischen Führung in Paris wirkt man seit der Regierungsbeteiligung der SPD in Berlin wesentlich entspannter. Diese neue Harmonie wollte man gestern auch demonstrieren. Mehr Zusammenarbeit beim Militär und der Energie, das ist ja auch schon etwas. Trotzdem: Die gute Stimmung wird nicht lange anhalten, wenn Frankreich wirtschaftlich weiter einbricht. Und dagegen lässt sich nur in Paris etwas tun.

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