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Rheinische Post: Spiele in Sotschi unter keinem guten Stern

Düsseldorf (ots) - von Doris Heimann

Russland bekommt sein Terrorismusproblem nicht in den Griff. Der Bombenanschlag in Wolgograd ist ein trauriger Beweis dafür. In nur fünf Wochen will Kremlchef Wladimir Putin mit großem Pomp die Olympischen Winterspiele in Sotschi eröffnen. Doch das Attentat wirft erneut die Frage auf, ob das Land für die Sicherheit seiner Besucher garantieren kann. Noch ist nicht geklärt, ob der jüngste Anschlag auf das Konto kaukasischer Terrorgruppen geht. Allerdings ist es erst wenige Wochen her, dass sich in Wolgograd eine Selbstmordattentäterin aus Dagestan in die Luft sprengte. Und vor zwei Tagen tötete eine Autobombe in Pjatigorsk im Nordkaukasus drei Menschen vor einer Polizeistation. Von Pjatigorsk bis Sotschi sind es 250 Kilometer. Für russische Verhältnisse ist das nebenan. Während der Spiele in Sotschi will Russland der Bedrohung mit martialischen Sicherheitsvorkehrungen begegnen. Die ganze Stadt soll für Nicht-Einwohner und Nicht-Olympia-Besucher abgeriegelt werden. Ob das gegen Terrorismus schützt, ist unklar. So ist diese Bedrohung eine weitere Bürde für die Winterspiele an einem subtropischen Ort, die auch politisch unter keinem guten Stern stehen.

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