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Rheinische Post: Kommentar zum Krebsregister: Richtiges Werkzeug

Düsseldorf (ots) - Was zunächst nach Bürokratie klingt, wird die Therapie für Krebskranke voran bringen. Mit der flächendeckenden Einführung des Krebsregisters beendet Deutschland den peinlichen Zustand, dass wir manchmal zwar unsinnige Zahlen in Krankenhäusern sammeln, aber uns bei zentralen Problemen nicht auf Art und Form der Datenerhebung einigen konnten. Das Krebsregister bietet das richtige Werkzeug, damit die Qualität der Therapie für manchmal sehr unterschiedliche Krankheitsverläufe überprüft wird - und dort verbessert werden kann, wo Krebskranke noch nicht optimal versorgt werden. Die offenen Fragen zur Finanzierung und Umsetzung erscheinen im Licht dieses Fortschritts unbedeutend und dürfen das schon genug verzögerte Projekt nicht noch länger aufhalten. Die zweite Maßnahme im Kampf gegen Krebs ist der Einstieg in eine bessere Früherkennung. Der Gesundheitsminister will die Bürger ab 2016 per Post über das Angebot informieren. Er setzt einen wichtigen Prozess in Gang: nämlich den, sich mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen. Bevormundung ist das nicht, eine Pflicht zur Vorsorge darf es nicht geben. Für die Gesundheit gilt: Wer sich regelmäßig um seinen Körper kümmert, ist klar im Vorteil.

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