Rheinische Post

Rheinische Post: Iran unter Druck

Düsseldorf (ots) - Es ist schon lange her, dass man im Zusammenhang mit dem Streit um das iranische Atomprogramm von Optimismus sprechen konnte. Doch nun scheint unmittelbar vor der für heute anberaumten Verhandlungsrunde in Bagdad Bewegung in die seit Monaten festgefahrenen Gespräche zu kommen. Angeblich will Teheran nun doch die Inspektion einiger bislang gesperrter militärischer Anlagen durch die Internationale Atomenergiebehörde zulassen. Man wird abwarten müssen, ob den Ankündigungen am Ende wirklich Taten folgen. Zu oft hat das Mullah-Regime schon getrickst und getäuscht. Dass der Iran sich jetzt möglicherweise bewegt, hat ziemlich sicher mit den Wirtschaftssanktionen zu tun. Für das Land wird der politische wie ökonomische Preis des Atomprogramms allmählich schmerzhaft hoch. Das dürfte Irans religiösen Führer Ajatollah Ali Chamenei mutmaßlich mehr beeindrucken als die israelischen Drohungen eines Angriffs auf die Nuklearanlagen. Gleichzeitig ist aber auch der Westen an einem Kompromiss interessiert. Eine Eskalation am Golf würde explodierende Ölpreise bedeuten - Gift für eine ohnehin schon schwächelnde Weltwirtschaft. Nur muss eines klar sein: es darf nicht weiter auf Zeit gespielt werden.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Rheinische Post

Das könnte Sie auch interessieren: