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Rheinische Post: Schlechte Noten für NRW Kommentar Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - Die Bildungsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft misst, wie gut die Bildung in einem Bundesland mit Blick auf ihren ökonomischen Nutzen ist. Das ist eine zulässige Perspektive. Denn ein Industrieland ohne erhebliche Rohstoffe ist auf die gute Ausbildung seiner Bürger angewiesen, um im internationalen Vergleich zu bestehen. Die Wissenschaftler weisen nach, was die meisten Eltern im Land spüren: In NRW fällt zu viel Unterricht aus, und die Klassen sind zu groß. Es fehlt auch an Kompetenz für zukunftsweisende Fächer wie Mathematik, Naturwissenschaften und Technik. In diesen Punkten hat das Land dringenden Nachholbedarf. Da kann sich die Schulpolitik nicht darauf ausruhen, dass trotz sinkender Schülerzahlen die Bildungsausgaben konstant bleiben. Vielmehr müssen die Defizite gezielt behoben werden. Nebenbei fördert die Studie zutage, dass es in NRW an individueller Zuwendung für die Schüler fehlt. An viel zu vielen Schulen gilt immer noch die Prämisse, dass ein Schüler sich dem System anpassen muss. Schüler haben aber auch ein Recht auf individuelle Förderung, vor allem die besonders Schwachen und die besonders Talentierten. Wenn dieser Ansatz endlich in den Lehrplänen und bei den Pädagogen ankommen würde, dann wäre die Frage des Schulsystems zweitrangig.

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