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Rheinische Post: Grüne unter Strom

Düsseldorf (ots) - Ein Kommentar von Antje Höning:

Das von den Grünen in Auftrag gegebene Gutachten scheint alle Vorurteile zu bestätigen: Stromkonzerne zocken Kunden ab. Doch so einfach ist die Sache nicht. Der größte Preistreiber ist der Staat. Zu Jahresanfang hat er die Konzerne gezwungen, mehr für die Einspeisung der erneuerbaren Energien zu bezahlen. Diese Erhöhung haben die Konzerne weitergegeben. Nicht die Gewinnsucht der Konzerne, sondern die Öko-Fantastereien der Politik haben den Strom teurer gemacht. Die Förderung der Solarenergie ist Unsinn. Im trüben Deutschland wird sie nie eine wettbewerbsfähige Stromquelle sein. Die Grünen sagen weiter, die Konzerne hätten die Erhöhung der Öko-Abgabe als Vorwand für übertriebene Preise genutzt, schließlich seien ja 2009 die Beschaffungskosten gesunken. Doch den Strom, der heute aus der Steckdose kommt, haben Versorger zum Teil vor drei Jahren gekauft - damals lagen die Preise auf Rekordhoch. Das wissen auch Verbraucherschützer und Kartellbehörden. Sie sehen daher keinen Grund, gegen die Konzerne vorzugehen. Früher haben RWE und Co. gewiss ihre Monopolstellung ausgenutzt. Nun gibt es genug Konkurrenz. Der Verbraucher hat es in der Hand. Wer bei unmäßigen Preisen nicht wechselt, ist selbst schuld.

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