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Rheinische Post: Terroristen unter uns Kommentar Von Helmut Michelis

Düsseldorf (ots) - Die Festnahme eines Kurden in Duisburg hat einmal mehr gezeigt, warum al Qaida als internationales Terrornetzwerk bezeichnet wird: Die mutmaßlichen Bombenleger kommen diesmal aus dem Irak, Usbekistan und China, Anschläge sollen sie in England und den USA geplant haben. Inseln der Sicherheit gibt es angesichts dieses unheimlichen Spinnennetzes nicht mehr. Zunehmend stammen gewaltbereite Islamisten auch aus Deutschland. Von 180 Verdächtigen mit Ausbildung in Terrorcamps spricht das Bundeskriminalamt. Dazu kommen Hassprediger und ihre Anhänger. Von den Hauptakteuren ist jeder Dritte in Deutschland geboren. Die Festnahme in Duisburg erfolgte in einem unscheinbaren Mehrfamilienhaus, die "Sauerland-Gruppe" wurde in einem Ferienhaus überwältigt. Die Täter werden meist als angepasst, zurückhaltend und höflich beschrieben. Hinter ihre Stirn kann niemand schauen. Die Ablehnung der westlichen Kultur hat eine geheime Protestbewegung geschaffen, die speziell junge Männer anzieht. Sie planen ihre Verbrechen in abgeschotteten Zirkeln und sind daher schwer zu fassen. Vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass die Zusammenarbeit der internationalen Sicherheitsbehörden erneut funktioniert hat.

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